Behandlung mit Blutegeln

Der Blutegeltherapie ist ein Ausleitungsverfahren das schon sehr lange angewandt wird.

Der Unterschied zu einem anderen Ausleitungsverfahren ist der, dass der Egel ein Sekret in die Bissstelle abgibt. Das Sekret der Egel beinhaltet einen Medikamentencocktail der die Durchblutung und den Lymphfluss fördert sowie entzündungshemmende und schmerzreduzierende Wirkung aufweist. Jeder Blutegel darf nur einmal am Patienten angesetzt werden. Die Blutegel werden speziell für die Behandlung bei einem Betrieb für Blutegelzucht bestellt.

 


Bei welchen Krankheiten können die Blutegel angewendet werden ?


 

  • Rheuma
  • Herpes Zoster (Gürtelrose)
  • Varikosis (Krampfadern)
  • Tinnitus
  • Thrombosen
  • Furunkeln und Karbunkeln
  • Nebenhöhlenentzündungen
  • Mandelabszess
  • Adnexitis, Parametritis
  • Brustdrüsenentzündung
  • Gallenblasenentzündung

 

 

  • Phlebitis
  • Hypertonie
  • Arthrose (z.B. Knie)
  • Arthritis
  • Ulcus cruris
  • Sehnen-/Sehnenscheiden-entzündungen
  • Apoplexie
  • Angina pectoris
  • Thrombophlebitis
  • Hodenentzündungen

 


Welche Bestandteile sind genau enthalten? Wie wirken sie?

 

Hirudin

   → lokal gerringungshemmend

 Egline

   → entzündungshemmend

Bdelline

   → enzymhemmend

Calin

→   gerrinungshemmend

       sorgt für die Nachblutung



Muss ich vor der Behandlung etwas beachten ?

Bringen sie zur Behandlung weite und bequeme Kleidung mit. Mindestens 2 Tage vor der Behandlung keine

Duftstoffe auf das Hautareal auftragen. (Duschgels, Öle, Lotionen, Parfüme, medizinische Salben usw.)

 

Wie lange dauert die Behandlung ?

Hat sich ein Egel festgebissen lässt er nach 20 Minuten bis 2 Stunden los. Pro Mahlzeit saugt ein Blutegel 3 bis 6 Millimeter Blut. Pro Behandlung werden mehrere Egel gleichzeitig gesetzt. Nach der Behandlung wird nur leicht ein Verband angelegt damit die Wunde nachbluten kann. Bei der Nachblutung verliert der Patient weitere 20 - 30 Milliliter.

Was passiert nach der Behandlung ?

Wenn die Nachblutung abgeklungen ist entsteht eine Rötung, Schwellung der Bissstelle sowie Juckreiz.

Eine Salbe gegen Mückenstiche verschafft meist Linderung. Manche Patienten leiden auch an Kreislaufschwäche. Nach der Behandlung ist Ruhe und viel Trinken empfehlenswert.

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Ein Beitrag der ZDF Drehscheibe zu alternativen Heilmethoden vom

1. März 2017

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